2019 Spring Tour: Bob Dylan in Prag – Luzerna Palais – Großer Saal (Palác Lucerna)

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Einer der Eingänge zur Lucerna-Passage.

Direkt am Wenzelsplatz, in einer Seitenstraße, steht dieser historische Komplex. 1907 war Baubeginn, vollendet war das ganze dann 1920. Und ist damit nur unwesentlich älter als unser großer Maestro mit seinen nunmehr 77 Lenzen. Was ihn aber Gottseidank nicht daran hindert, weiter und weiter, immer weiter seine Runden zu drehen … wie oft hat er jetzt eigentlich schon den Globus umrundet auf seiner endlosen Tour?! …“the answer is…“ egal!

War für mich seit meiner letzten Show in Neuseeland Tour-Pause, galt dies natürlich nicht für Bob Dylan. Nach dieser Far East und Down Under-Tour im Sommer letzten Jahres gab es von ihm dann nämlich noch eine ausgiebige, bis in den Dezember reichende Herbst-Tour in den Staaten. Und seit einer Woche nun also wieder Europa. Und ich bin dabei, nach 1994 und 1995 bin ich wieder zu einer Bob Dylan Show in Prag.

Eine wunderschöne Stadt, Frühling ist es, die Stadt wimmelt vor Touristen, Wirtshäuser wie aus anderer Zeit, blankgescheuert sind darin die Tische, auf mit Kreide beschriebener Wandtafel die Speisekarte. Gleich gegenüber meiner temporären Haustür ist ein solches Wirtshaus, Rindergulasch mit Knödel für 4, ein halber Liter Bier für umgerechnet 1,20 Euro. Im Zentrum von Prag, eine Seitenstraße weiter die Moldau, keine Viertelstunde zu Fuß zum Wenzelsplatz. An einem Tisch hinter mir sitzen vier Mädels, sie spielen tatsächlich Karten zusammen. Ohne Smartphones. Überwiegend sitzen wohl Einheimische hier, ich verstehe kein Wort, einmal schnappe ich ein paar Worte italienisch auf… Als ich vor dem Lokal eine rauche, kommt einer mit einem leeren Glaskrug daher, gleich danach ist der Krug aber mit Bier gefüllt, der Schaum quillt über als er wieder damit abzieht und in einer Haustür ein paar Häuser weiter verschwindet.

Und Bob ist hier. Dann im Laternen-Palast, 3 Tage, dorthin auch keine Viertelstunde zu Fuß.
Wazlaw Havel hat ihn maßgeblich geplant, diesen Lucerna-Komplex. Häh wer?! Ja, ist schon richtig! Der uns geläufige Wazlaw, also dieser Dramatiker, Bürgerrechtler, Regimekritiker und spätere Staatspräsident hatte verständlicherweise auch einen Großvater. Namensgleich, und der war es, der mit dem Lucerna. Und man kennt sich untereinander. So kenne ich Bob Dylan, nein – nicht persönlich – doch immerhin fünf, sechs Songs von ihm. Und Dylan kennt Wazlaw, zumindest den Jüngeren. Einfach mal gugeln, im Net gibt es ein paar nette Fotos der beiden.

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Ein Reiterdenkmal der etwas anderen Art. Wenzel auf Pferd, zu sehen in der Lucerna Passage.

Als ich zur Lucerna laufe um im dortigen Ticketmasterladen meine Tickets abzuholen, halte ich natürlich schon Ausschau nach Ankündigungen für die Dylanshows. Nirgends sehe ich auch nur den kleinsten Hinweis, Plakate schon überhaupt nicht, auch nicht im Ticketbüro selbst. Auch meine Frage nach irgendwelchen Flyern wird verneint. Ich blättere trotzdem alles mögliche durch, stimmt, nirgends ist auch nur der kleinste Hinweis auf die drei bevorstehenden Dylan-Shows zu finden.

Da trifft es sich gut, dass ich selbst ein Plakat von einer Prag-Show dabei habe! Von seiner allerersten Show hier in Prag, 1994 war das. Damals gab es noch Plakate und ich habe seinerzeit 2 davon ergattern können. Und eins davon habe ich einem befreundeten Dylanfan versprochen. Nach 25 Jahren kommt dieses Plakat also wieder zurück nach Prag um bei einer Dylan-Show den Besitzer zu wechseln. Pass bloß gut auf auf das Ding lieber T., so wie ich es die letzten 25 Jahre auch getan habe. Vui Freude daran!

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1/2 Weltreise: CHRISTCHURCH! Neuseeland. Kiwis. Grandioser Bob.

Von Auckland nach Christchurch habe ich einen frühen Flug gebucht. Mit Air New Zealand, Abflug 10Uhr. Bei knappen 2 Stunden Flugdauer wäre ich dann um die Mittagszeit in Christchurch und hätte dort fast einen ganzen Tag zur Verfügung. So ist zumindest der Plan. Also Wecker stellen und zeitig aufstehen, den restlichen Krempel noch packen, auschecken, mit dem Skybus zum Flughafen, kurz nach acht bin ich dort. Einchecken und das Gepäck aufgeben, warten, zum Gate, noch 10 Minuten zum Boarding. Dann allerdings die Durchsage: Alle Flüge nach Christchurch sind auf unbestimmte Zeit gestrichen, dort herrscht Nebel. Schließlich bekomme ich einen Flugtermin für 17 Uhr, also 7 Stunden später als geplant. Und wieder verbringe ich einen ganzen Tag auf einem Flughafen, wie zuletzt in Adelaide, als mein Jetstar-Flug nach Melbourne ersatzlos und ohne Begründung gestrichen wurde.

Es ist weit nach 20Uhr und stockfinster, als ich schließlich in Christchurch im Hotel einchecke. Hungrig, durstig, müde. Ein Thailaden ist um die Ecke. Ein grünes Curry und zwei Bier bringen die Sache wieder ins Lot.

…eine lange Einleitung, ich weiß. Aber ich habe mich auch noch nie so schwer getan, einen Beitrag zu schreiben. Und nach mittlerweile fast 3 Wochen hat sich auch wenig daran geändert. Dieses Christchurch hat mich erschüttert. Und gleichzeitig begeistert. Ich kann nicht daran zurückdenken, ohne Gänsehaut, gleichzeitig dazu lächeln, ungläubig den Kopf zu schütteln.

Also Christchurch: Brache schotterbedeckte Flächen überall, die Innenstadt ist noch an vielen Stellen leer, überall sieht man bunte Bauzäune. Es gibt ganze Straßenzüge mit nur noch vereinzelten Häusern, meist Neubauten, dazu abgestützte Fassaden alter Bauten, aber nur die Fassaden, dahinter nichts, nur Gerüste stützen sie ab. Unvorstellbar, wie es hier nach dem Beben ausgesehen haben muß.

Aber diese Stadt lebt, und wie! Man kann eine positive Stimmung geradezu greifen! Und Christchurch ist bunt! Überall Graffiti, großflächig über mehrere Stockwerke an Häuserwänden, wo ursprünglich ein Nachbarhaus angrenzte.  An den vielen Bauzäunen, überall eigentlich. Viele Leute sind unterwegs auf den Straßen, aber keine hängende Köpfe… freundlich, höflich, zuvorkommend, viele grüssen einen auf der Straße mit einem kurzen Kopfnicken, lächelnd, das ist das Christchurch, das mir noch immer Schauer über den Rücken jagt.

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Apropos Schauer über den Rücken jagen: ich habe jetzt das Tape der Christchurch-Show sicher 10x angehört, manche Songs davon vielfach öfter. War diese Tour schon voll mit Höhepunkten (das hört sich jetzt seltsam an bei Dylan Shows – ist doch jede Show ein Höhepunkt, hehe!) dieses Christchurch war schlichtweg grandios. Eine einzigartige langsame Version von „Like a Rolling Stone“, wie nie vorher so gehört. Ein schwerer, getragener Blues „It Takes A Lot To Laugh, It Takes A Train To Cry“. Aus der anfänglichen „Peter Gunn“-Version von „Gotta Serve Somebody“ ist während der Tour eine „Boogie Woogie“ Version geworden… dieser Song kommt ja auch noch mit vollständig neuen Lyrics daher. Steter Wandel auch bei anderen Songs …und und… eigentlich müsste man alle 20 Songs hier aufzählen. Eine grandiose Show eben.IMG_20180828_162219

 

 

 

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Wie schon in Auckland ist hier in Christchurch plakatiert. Äusserst selten seit vielen Jahren! Jaja, wir sind eben bei den Kiwis.

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Noch eine nette Begebenheit die zeigt, von welchem Schlage diese Christchurcher sind: als meine beiden Freunde (ich sage jetzt nicht welche) kurz vor Showtime noch ohne Tickets vor der Halle stehen, werden sie von einer der Bediensteten hineingebeten, sie könnten sich auf zwei der freien Plätze setzen. Und sollten die Leute – denen die Plätze gehören – doch noch kommen, müssten sie sich allerdings neue freie Plätze suchen. Es waren 2 Plätze frei, Parkett 6. Reihe, die ganze Show über…

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Der Pulk der Stammgäste bei den Shows ist geschrumpft. Ich sehe vor der Show noch die L. aus Frankreich, sie hat sich heute tatsächlich ein eigenes Ticket geleistet. Ich treffe den I. aus England wieder, den ich vor 3 Wochen nach der Taiwan-Show kennen lernte (er hat Verwandtschaft hier in NZ und ist für die beiden Konzerte hier nochmal eingeflogen), auch den J. aus den Staaten habe ich auf dem Airport getroffen. Die M. ist noch dabei, natürlich auch der C. und die S.

Nach der Show ein schnelles Bier in einem Pub, ich muß meinen Bus zurück in die City erreichen. Wir strahlen uns ob dieser Show alle an. C. verstaut sorgfältig das allseits bekannte Schild, es soll schließlich auch zur nächsten Tour wieder wertvolle Dienste leisten. Es werden zwei Bier daraus, mein Bus ist dann auch der letzte der heute noch fährt…

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Im Land der Kiwi will ich unbedingt auch Kiwi sehen! Ich erzähle C. und S. von meinem Vorhaben und beide sind sofort dabei. Wir treffen uns also am nächsten Tag am Bus-Interchange. Es stellt sich heraus dass mittlerweile auch noch die M. mit von der Partie sein wird, zusammen machen wir uns dann auf die Fahrt zu einem Wildpark. Kiwis sind nachtaktiv. Knappe 2 Stunden stehen wir im Dunklen und sehen den Kiwis bei ihrem unermüdlichen Stochern mit ihren langen Schnäbeln zu. Faszinierende Tiere. Alle sind wir beeindruckt.

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Am Tag meiner Abreise ist wieder Schmuddelwetter angesagt. Ständiger Nieselregen, kalt – und der Flieger geht erst um 18 Uhr. Also auschecken, das Gepäck im Hotel deponieren, und ab in ein Museum.

https://www.canterburymuseum.com/
Sonderausstellung „Wildlife Photographer Of The Year“

Zurück danach wieder im Regen, rein in den Thailaden den ich von meiner Ankunft her noch kenne, wieder ein Curry, diesmal zum Abschied, aber kein Bier.

Das Gepäck vom Hotel holen und zum Bus ziehen. Im Bus dann nasse Mütze absetzen, eine halbe Stunde zum Flughafen fahren. 3 Stunden vor Abflug bin ich dort. Einchecken, warten. Pünktlicher Abflug, 3 1/2 Stunden Flugdauer bis Sydney. Nach nicht ganz 2 Stunden Aufenthalt geht mit dem gleichen Flieger weiter nach Dubai. Über 14 Stunden dauert dann dieser Flug. Dubai, 3 Stunden Aufenthalt. Dann weiter nach München, Flugdauer  nochmal 6 1/2 Stunden. Auf das Gepäck warten, über 1 Stunde lang (übrigens einsamer Rekord auf dieser 13 Flüge umfassenden Reise). Danach Busfahrt München – Donau, eine knappe Stunde. Dann auch noch Nahverkehr in der schönsten Stadt der Welt. Als ich letztendlich zuhause anklappere, habe ich jeden Durchblick vollständig verloren: ist es heute, morgen oder gar gestern? … früh oder abends? … und bin ich Manderl oder Weiberl? – ich kann es nicht sagen.

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Neuseeland ist weit weg, sehr sehr weit. Aber jeden Meter dorthin wert.

Schon während diese Far East / Down Under -Tour lief, wurden neue Tourdaten bekannt. Mit einer US-Tour geht es weiter, schon in 2 Wochen!

10/4/18 Phoenix, Arizona – Comerica Theatre details
10/5/18 Tucson, Arizona – Tucson Music Hall details
10/7/18 Albuquerque, New Mexico – Kiva Auditorium details
10/9/18 Midland, Texas – Wagner Noël Performing Arts Center details
10/10/18 Irving, Texas – The Pavilion at the Toyota Music Factory details
10/12/18 Tulsa, Oklahoma – River Spirit Casino Resort details
10/13/18 Thackerville, Oklahoma – WinStar World Casino and Resort details
10/14/18 Sugar Land, Texas – Smart Financial Centre details
10/16/18 Lafayette, Louisiana – Heymann Center details
10/17/18 Mobile, Alabama – Mobile Saenger Theatre details
10/19/18 St. Augustine, Florida – St. Augustine Amphitheatre details
10/20/18 Clearwater, Florida – Ruth Eckerd Hall details
10/21/18 Sarasota, Florida – Van Wezel Performing Arts Hall details
10/23/18 Fort Myers, Florida – Barbara B. Mann Performing Arts Hall details
10/24/18 Fort Lauderdale, Florida – Broward Center for the Performing Arts details
10/26/18 Orlando, Florida – Dr. Phillips Center for the Performing Arts details
10/27/18 Macon, Georgia – Macon City Auditorium details
10/28/18 Chattanooga, Tennessee – Tivoli Theatre details
10/30/18 Huntsville, Alabama – Von Braun Center details
10/31/18 Knoxville, Tennessee – Tennessee Theatre details
11/2/18 Asheville, North Carolina – Thomas Wolfe Auditorium details
11/3/18 Durham, North Carolina – Durham Performing Arts Center details
11/4/18 North Charleston, South Carolina – North Charleston Performing Arts Center details
11/6/18 Savannah, Georgia – Johnny Mercer Theatre details
11/7/18 Augusta, Georgia – William B. Bell Auditorium details
11/9/18 Charlotte, North Carolina – Ovens Auditorium details
11/10/18 Roanoke, Virginia – Berglund Performing Arts Theatre details
11/11/18 Richmond, Kentucky – EKU Center for the Arts details
11/13/18 Youngstown, Ohio – Covelli Centre details
11/14/18 Rochester, New York – Auditorium Theatre details
11/15/18 Utica, New York – Stanley Center For The Arts – Stanley Theatre details
11/17/18 Atlantic City, New Jersey – Hard Rock Hotel and Casino – Etess Arena details
11/18/18 Springfield, Massachusetts – Symphony Hall details
11/20/18 Waterbury, Connecticut – Palace Theatre details
11/23/18 New York, New York – Beacon Theatre details
11/24/18 New York, New York – Beacon Theatre details
11/26/18 New York, New York – Beacon Theatre details
11/27/18 New York, New York – Beacon Theatre details
11/29/18 New York, New York – Beacon Theatre details
11/30/18 New York, New York – Beacon Theatre details
12/01/18 New York, New York – Beacon Theatre details
12/03/18 Philadelphia, Pennsylvania – The Met Philadelphia details

(by Bill Pagel http://www.boblinks.com/ )

Sieben Beacon-Shows in NYC, und vielleicht werden es ja noch mehr. Also, wer immer schon nach New York wollte, nichts wie hin… tagsüber Sightseeing und shoppen, abends dann Kultur im Beacon Theatre. Ich bin allerdings raus, vorerst.

1/2 Weltreise: Auckland, Neuseeland. Glühwürmchen und Bob Dylan nicht zu vergessen..

23. – 27. August 2018

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Newcastle nach Brisbane, dann in einem A320 weiter nach Auckland

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Sunset in Brisbane

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Auckland also, auf der Nordinsel Neuseelands. Alles was es hier an Erhebungen, Bergen gibt, sind soviel ich weiß erloschene Vulkane. Und bergauf bergab geht es hier eigentlich ständig. Ich fahre mit dem Linienbus zum Mount Eden. Von dort aus soll man einen herrlichen Panoramablick über ganz Auckland haben. Wie hoch dieser Mount Eden ist? Ich würde mal sagen, so vielleicht 15-20mal unser heimischer Scherbelberg. Also ran an den Aufstieg. Als ich die erste Kegelspitze erreicht habe und mich schon am Ziel wähne, taucht dahinter noch eine zweite, dann dritte auf, aber dann bin ich tatsächlich oben. Der Trichter des Vulkans ist tief und bis auf den Grund bewachsen mit saftig grünem Rasen. Und man hat von hier oben wirklich den erwarteten 360-Grad Panoramablick, schade daß das Wetter nicht so ganz mitspielt. Aber es regnet zumindest nicht mehr.

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Hier beginnt der Aufstieg zum Mt Eden. Naja, Spaziergang dann halt.

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Wie in Australien gibt es auch hier in Neuseeland überall Wettbüros. Das kann man natürlich auch online in der Kneipe machen, das wetten.

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Schon Zuhause, als ich über diese Glühwürmchen-Höhlen hier auf Neuseeland las, war klar daß ich mir das anschauen würde. Diese Höhlen sind in Waitobo, ca. 200 Kilometer südlich von Auckland. Ich buche diesen Trip. Schon um halb sieben geht es mit einer kleinen Gruppe auf die 3-stündige Anfahrt. Der Fahrer, er hat früher schonmal für den Bayerischen Rundfunk (!) gearbeitet, erzählt so manch Neues für mich, z.B.: alle ursprünglich in Neuseeland beheimateten Bäume und Sträucher sind immergrün. Also auch die Laubbäume. Schon erstaunlich, denn wir sind hier ja nicht gerade in den Tropen. Das Klima ist zwar feucht vom regelmäßigen Regen, aber ohne meine zwei Jacken und meiner Mütze bringt mich hier keiner vor die Tür. Sicher, der Winter geht gerade erst zu Ende, aber in den Temperaturen liegt das Dauergrün sicher nicht begründet.

Hier in der Gegend muß einmal ein bekannter Film gedreht worden sein – irgendwas mit Hobbits (ich lese Science Fiction, keine Fantasy) – denn dieser Platz ist unsere erste Station, hier teilt sich die Tour. Und ich als einziger bekomme einen eigenen Chauffeur samt Kleinbus zugeteilt, der mich nach fast einer weiteren Stunde Fahrzeit zu der Glühwürmchen-Höhle bringt. Mein Fahrer ist im gleichen Alter wie ich, also unterhalten wir uns über Dinge, über die man dann spricht: die Familie, die Enkelkinder, Sport. Er ist Liverpool-Fan, seine Eltern stammen von dort. Und Rugby-Fan – heute Abend findet in Auckland ein überaus wichtiges Spiel statt. Neuseeland, die All Blacks gegen Australien, die Wallabies. Neuseeland wird verlieren.

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Es geht hinein in die Höhle, zu den Glühwürmchen. Eigentlich sind das noch keine „fertigen“ Insekten wie unsere heimische Art, sondern leuchtende Larven. Aber bis wir dorthin kommen, geht es erst durch eine Tropfsteinhöhle. Striktes Fotografierverbot überall. Natürlich ist es ständig dunkel, der Weg ist nur so weit beleuchtet dass man ihn eben noch so erkennen kann. Dann gelangen wir an einen unterirdischen Fluß, jetzt wird es spannend, umsteigen in Kähne, garnet so einfach in der Finsternis. An der Höhlendecke ist ein Seil gespannt, an dem hangelt sich unser Führer im Stehen voran, zieht den Kahn dabei vorwärts. Es ist stockfinster, und tatsächlich, an der Höhlendecke sind sie dann, die leuchtenden Pünktchen. Wie ein Sternenhimmel, aber leider bleibt nicht viel Zeit zur genaueren Betrachtung, ständig wird der Kahn weiter gezogen. Und dann ist die Herrlichkeit auch schon wieder vorbei, das Wasser beginnt zu glitzern, Licht dringt in die Höhle, wir haben den Ausgang erreicht. Aussteigen aus dem schwankenden Kahn, hoch dann den Hügel hinauf durch üppige Vegetation, schon ist der Spaß wieder vorbei.

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Der Ausgang bzw. die Ausfahrt aus der Höhle.

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Mein Fahrer hat die Zwischenzeit auf mich gewartet, wir fahren los zur nächsten Höhle – zur Ruakuri Cave – vielleicht ein viertel Stunde Fahrt entfernt. Die Gruppe ist hier kleiner, es geht einen spiralförmigen Abgang hinunter, hinein in die Höhle. Sehr viel größer, viel beeindruckender als die Höhle zuvor. Und kein Fotografierverbot! Und ein Führer, der wirklich Interessantes von sich gibt, einem auch Zeit zum Betrachten lässt. Und dann sind sie wieder da, die Glühwürmchen an der Höhlendecke. Nicht so zahlreich wie in der Höhle zuvor, aber man kann sie dafür in Ruhe betrachten, erfährt Wissenswertes darüber. So zeigt uns der Führer mit einer kleinen Taschenlampe die feinen Spinnfäden die die Larven produzieren und die dem Fangen von Nahrung dienen. Eine faszinierende Welt hier unten, von der ich bisher keine Ahnung hatte. Nach fast zwei Stunden geht es diesen tollen Spiralgang wieder hinauf ans Tageslicht, ich bin tief beeindruckt.

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Die seidenen Fangfäden.

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Mein Fahrer bringt mich zurück ins Besucherzentrum, verabschiedet sich. Nach einer Stunde werde ich dann von dem Rest der Gruppe dort wieder abgeholt, zurück die drei Stunden bis nach Auckland, es ist nach acht als ich dort wieder abgesetzt werde.

Ich habe hier meine Unterkunft in einem Baudenkmal! Der ehemalige Bahnhof von Auckland. Ein noch immer stolzes Gebäude, eine prächtige Eingangshalle. Die Schalterhalle, wo seinerzeit Fahrkarten verkauft wurden, werden heute Zimmerschlüssel ausgegeben, die Büros, Nebenräume sind als Appartements umfunktioniert. Ein ständiges Kommen und Gehen herrscht, viele der Appartements sind dauerhaft vermietet, auch Familien wohnen hier. Ein toller Ort, den man – wie dieses Hotel in Sydney – sicher nicht vergessen wird.

Und gleich daneben, unmittelbar an den Bahnhof angrenzend, die Spark-Arena!

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Die bekannten Gesichter werden weniger. Die S. und der Ch. stehen aber wie gewohnt mit ihrem Schild vor der Arena, auch die M. aus Kalifornien (jetzt weiß ich wieder wie sie heißt, ich hab sie nochmal danach gefragt). Die L. aus Frankreich. Und sie erzählen mir von einer fantastischen Show in Brisbane (die ich ja ausgelassen hatte wegen der Glühwürmchen): Summer Days spielten sie dort, und bei Love Sick sang der Meister centerstage. Und auch gegen Ende von Gotta Serve Somebody hampelte er centerstage, und am Ende gab es ausgiebige Verbeugungen. Sie waren jedenfalls hellauf begeistert. Ich bin gespannt. Und ich höre auch Summer Days! Und ich sehe ihn das erste Mal auf dieser Tour hinter seinem Piano hervorkommen bei Love Sick! Und bei Gotta Serve Somebody kommt er sogar noch eher hervor als in Brisbane! Braver Mann, tolle Show!

 

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Am nächsten Morgen läutet der Wecker schon vor Sonnenaufgang. Wenn ich da schon gewußt hätte, daß in Christchurch Nebel herscht, hätte ich mich noch 7x umdrehen können (das wäre dann jede Stunde 1x gewesen …)

 

1/2 Weltreise: Wollongong und Newcastle

20. – 23. Aug. 2018

Am nächsten Morgen gibt es erst einmal ein ausgiebiges Frühstück im gegenüber liegenden Pub, auch ein ehemaliges Hotel an das ich mich von einer früheren Reise noch erinnern kann. Danach mache ich mit den beiden T.’s und P. auf den Weg ins ca. 90 Kilometer südlich von Sydney gelegene Wollongong. Zuerst mit der Metro zu Sydney Central, dann weiter mit dem Zug. Alle Fahrten des öffentlichen Nahverkehrs sind mit einer aufladbaren Opal-Card möglich, und das zu einem überaus günstigen Preis (ca. 6$). Ansonsten liegt hier allerdings alles deutlich über unserem Preisniveau, richtig teuer ist hier alles (Bier Pint 9-13$, Flasche Wasser 1,5l ab 2,50$….).

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Ich habe ein anderes Motel gebucht als die anderen Herrschaften, aber der Weg ist fast der gleiche. Das WIN Entertainment Center ist gleich um die Ecke und zum Strand sind es dann auch nur ein paar Meter weiter. Ein herrlich breiter Sandstrand, ein strahlend blauer Himmel über der weißen Gischt der anrollenden Wellen.

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Eine saubere, gepflegte Stadt dieses Wollongong. Und man sieht ihr an, daß hier nicht unbedingt die ärmeren Bevölkerungsschichten ihr Zuhause haben.

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Der Dylan heute wieder in Normal- soll heißen Höchstform. Nach der Show ein kleiner Umtrunk in einer Musikkneipe ein paar Blocks weiter. Der St. aus Norwegen ist noch dabei und später tauchen dann auch noch die S. und der Ch. dort auf. Es herrscht dort ein unglaublicher Lärmpegel, die Musik klirrt mehr als dass sie klingt aus vollkommen überforderten Boxen, Mädels kreischen und um ein Wort zu verstehen, muß man dem anderen schon das Ohr hinhalten. Aber es macht Spaß.

Am nächsten Morgen dann zurück zum Bahnhof. Mit dem Zug geht es wieder retour nach Sydney, und dort trennen sich dann wieder unsere Wege. Der Freilassing-T. fährt gleich weiter zum Sydney-Airport, für ihn war Wollongong die letzte Show. Seit Singapur war er dann die ganze bisherige Tour dabei. Und der England-T. nutzt den freien Tag zu einem weiteren Besuch bei seiner Bekannten in Sydney. Und ich fahre gleich anschließend weiter nach Newcastle, um dort die zwei Tage bis zur nächsten Show zu verbringen.

In Sydney heißt es also dann Abschied nehmen und umzusteigen. Aber im Zug weiter dann nach Newcastle sitzen wieder auch der St. aus Norwegen und auch die S. und der Ch. Und wieder kostet die Zugfahrt fast nichts (ca. 6$), aber der Zug ist halt auch nicht der Schnellste (über 3 Stunden für Sydney-Newcastle). Und außerdem ist es eiskalt in den Abteilen, es zieht erbärmlich, ich habe beide Jacken an, Mütze und Kapuze auf. Meine Mütze trete ich dann der S. ab, die erbärmlich friert.

Meine drei Mitreisenden steigen bereits in Hamilton aus, sie haben ein Hotel nahe der venue. Ich habe mein Hotel im Zentrum, fahre deshalb noch eine Station weiter. Dann endlich in Newcastle angekommen, nehme ich erst den kostenlosen Shuttle in die Stadt, ziehe dann die letzten paar hundert Meter mein Zeug bis zum Hotel hinter mir her.

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Am nächsten Morgen ist für mich Sightseeing in Newcastle angesagt. Ständig geht es bergauf, bergab, manchmal auch mit umkehren. Denn wie in bisher allen anderen Städten in Australien sind überall Baustellen, ganze Straßenzüge sind gesperrt. Und hier kann man dann auch sehen, wie hier alte Häuser renoviert werden: die historische Fassade wird mit Stahlträgern abgestützt, das komplette Gebäude dahinter abgerissen, um dann hinter der alten Fassade einen kompletten Neubau hochzuziehen. Sind halt praktisch veranlagt, die Aussies.

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Mit dem Bus fahre ich dann zur Show. Neben der Halle liegt eine alte Pferderennbahn, alles zwar alt aber es scheint daß hier nach wie vor Rennen ausgetragen werden. Ansonsten ist im Umfeld nichts geboten, keine Geschäfte, kein Pub.

Ich bin früh dran, bekomme auch den Soundcheck mit – Masterpiece – vom Dylan ist allerdings nichts zu hören.
Nach und nach trudeln dann die anderen ein, zu den bekannten Gesichtern kommen neue dazu, ein Inder macht seit Sydney mit, und auch die M. aus den Staaten sehe ich das erste Mal, obwohl sie schon seit Melbourne dabei ist.Die Show ist dann wieder ganz besonders, es ist jedem anzumerken, dass sie richtig heiß aufs spielen sind. Und eine eindringliche, beeindruckende Show liefern sie dann auch ab.

Nach der Show fahre gemeinsam mit Norwegen zurück in die Stadt, er hat nämlich sein Hotel gewechselt, ein „Dump“* sei das gewesen, meint er. Sein Geld bekam er zurück. Wir kaufen uns dann noch ein Pint, dann ziehe ich weiter in mein Hotel.

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Am nächsten Tag fahre ich mit dem Skybus zum Flughafen. Mit Qantas geht es erst mit einer Propellermaschine nach Brisbane, dann in einem A320 weiter nach Auckland auf Neuseeland. Die kommende Show in Brisbane überspringe ich, zwei zusätzliche Tage in Neuseeland sind mir wichtiger.

  • „What’s a sweetheart like you doing in a dump like this?“ (Sweetheart Like You by Bob Dylan)

 

1/2 Weltreise: Sydney

17. – 20.  August 2018

Als ich in Sydney ankomme, wird es gerade wieder dunkel. Die Unterkunft ist ein ehemaliges Hotel in idealer Lage direkt am Darling Harbour. Alles ist schon sehr in die Jahre gekommen, aber es ist sauber. Mein Zimmer ist riesengroß, hat drei Fenster und gleich sechs! Betten. Ich wähle das größte Einzelbett direkt unter einem der Fenster, nach kurzem Probeliegen stelle ich jedoch fest, dass es erbärmlich zieht. Ich drehe mich kurzerhand einfach um, jetzt die Füße zum Fenster und gut ist es. Zimmernummern gibt es hier übrigens auch nicht, die Zimmer haben stattdessen Buchstaben. Unten im Haus die Bar, alles sehr sehr unkonventionell, einer der Schenkkellner trägt eine Piratenkappe und grüßt mit“Ahoi!“. Überhaupt ist das ganze Personal hier sehr freaky, aber im positiven Sinne. Mir gefällt es ausnehmend gut hier. Ein Hotel, an das man sich immer wieder gerne erinnern wird.
Ich treffe hier wieder auf TK und den T. Die beiden haben nach den Melbourne-Shows die freien Tage für die Ocean Road genutzt, während ich den Abstecher nach Tasmanien unternahm.

Hier im Hotel treffe ich die beiden am nächsten Tag dann wieder, allerdings sind sie im Gegensatz zu mir vom Hotel nicht so sehr angetan. „Absteige“ meint der TK sogar, aber er hat eben keine sechs Betten und ein Bad mit Fenster, so wie ich.

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Ich bin nun schon zum dritten Mal in dieser faszinierenden Stadt. Es war seinerzeit meine erste Fernreise, vor nunmehr 18 Jahren, als ich das erste Mal (mit Fl) hier war. Seither hat sich Darling Harbour schon sehr verändert, die Bebauung ist erheblich dichter als seinerzeit. Und gebaut wird weiter, Baustellen, Baukräne wo man auch hinschaut.
T. hat eine Bekannte hier, in Manly. Wir nehmen die Fähre dorthin vom Circular Quay aus. Schon der Fußweg zur Fähre wird zur Herausforderung wegen der Baustellen allerorten, wir brauchen fast eine Stunde für die eigentlich überschaubare Strecke. Das Wetter ist herrlich, endlich ist es auch etwas milder und die Fährfahrt verbringen wir natürlich im Freien auf dem Vorderdeck. Manly dann, buntes Treiben auf den Straßen, der herrliche Sandstrand, wie halten fast eine Stunde Ausschau nach Walen, und tatsächlich sehen wir einigemale weit draußen welche hochspringen.

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Am Abend dann die erste Sydney- Show. Dieses Sydney zieht die Leute an: einige australische Freunde von T. dann treffe ich noch den St. aus Norwegen, ein Mädel aus USA die ich auch schon öfter gesehen habe und deren Namen ich wiedermal nicht parat habe, auch der Herr R. aus Salzburg ist aufgetaucht, die L. aus Frankreich habe ich ja schon seit Adelaide bei jeder Show gesehen, die F. aus Italien taucht immer wieder mal auf, dann natürlich auch S. und Ch. , die schon seit der ersten Show in Seoul außer Japan die ganze Tour bis zum Ende in Christchurch Neuseeland mitmachen. Und nachtragen muß ich noch, daß ich in Singapur die N. aus Japan getroffen habe (mit der fuhr ich ja schonmal in den USA mit der Eisenbahn), und auch die L. aus den Staaten war dort (bei ihr waren wir ja letztes Jahr zu ThanksGiving eingeladen).
Im ICC Theatre direkt am Darling Harbour ist diese Show. Ich bin ziemlich sicher, daß hier noch bei meinen ersten beiden Sydney Besuchen noch nichts stand, Platz zum flanieren war. Müsste mal den Herrn Gugl fragen, wann dieser Komplex erbaut wurde. Ein modernes Theater, an die Außenfassade ist über zwei Stockwerke hoch ein riesiges Dylanbild projiziert. Innen sind die Sitzreihen stark überhöht, sie ziehen sich über 6 Stockwerke in die Höhe. 9000 Sitzplätze in einem Drittelbogen, sehr eindrucksvoll! Eine gute Show, wieder sind sie am ausprobieren, wieder eine spannende Show.

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Für die zweite Sydney Show sind sie dann ins altehrwürdige Enmore Theatre (dort hat schon alles gespielt, die Stones natürlich auch) gezogen, dort sind dann gerademal 1500 Plätze. Direkt vor der (erheblich kleineren) Bühne sind einige Stehplätze, dann beginnen erhöht die Sitzreihen. Und diese Show ist dann auch etwas besonderes, das merkt man Dylan und der Band dann auch vom ersten Takt an an. Eine unglaublich konzentrierte, intensive Show. Und er ersetzt „Desolation Row“ mit „Visions Of Johanna“, das hat er zuletzt vor Jahren mal in Mailand gespielt. Aber es war nicht nur dieser Wechsel, es war jeder Song, die ganze Show über.
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Morgen früh geht es dann weiter nach Wollongong, mit der australischen Eisenbahn!

1/2 Weltreise: Hobart, Tasmanien

15. – 17. August 2018

Nach den zwei Melbourne-Shows habe ich nun drei Tage „frei“. Was damit anfangen? In Melbourne bin ich jetzt schon drei Tage, das reicht eigentlich. Nach Sydney weiterreisen? In Sydney werde ich aber auch wieder drei Tage sein, außerdem kenne ich Sydney schon relativ gut, war ich doch früher schon zweimal dort. Also entschließe ich mich für Hobart, Tasmanien. Die Flüge dorthin sind günstig, Unterkunft und Verpflegung brauche ich hier wie dort, also geht es ab nach Hobart. Und um ehrlich zu sein, der eigentliche Grund sind aber die Wombats, die dort sehr verbreitet sind und ich hoffe darauf, welche zu sehen.

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In Hobart ist es noch etwas frischer als in Melbourne. Und immer wieder nieselt es, es weht ein heftiger, böiger Wind. Mein Hotel ist direkt am Hafen, über der Straße liegen die Piers.

In gehe in die Info und erkundige mich nach meinen Wombats. Wie fast befürchtet, ist in der näheren Umgebung ohne sehr viel Glück nichts mit wildlebenden Wombats zu machen. Es gäbe aber sehr wohl Gegenden, wo sie so gut wie sicher anzutreffen wären, aber das wäre eine Tagesreise hin und eine wieder zurück. Also ohne eine oder gar zwei Übernachtungen unterwegs nicht zu machen. Schade zwar, aber nicht zu ändern. Deshalb entschließe ich mich für eine Tour in ein nahe gelegenes Tierauffanglager, wo aufgefundene Tiere aufgepäppelt und nach Möglichkeit danach wieder in die Natur freigesetzt werden.
So sehe ich zu war keinen wildlebenden, aber doch einen Wombat. Und den darf man sogar berühren. Tasmanische Teufel, einen Koala, Kängurus und andere einheimische Tiere gibt es dort außerdem.

Also buche ich für den nächsten Tag diese Tour, mit einem Kleinbus geht es dann Tags darauf zuerst nach Richmond, einem historischen Ort Tasmaniens, wenn man denn das 19 . Jahrhundert als historisch bezeichnen will. Dann aber geht es weiter zu den Viechern. Das Wetter ist herrlich, wolkenloser Himmel, nur im Schatten setze ich wieder meine Mütze auf.

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Dieses WiFi hier in diesem Hotel ist eigentlich ein NoFi. Deshalb gibts heute nur kleine Buidl….

1/2 Weltreise: Melbourne

12. – 14. August 2018

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In Melbourne ist erstmal Waschtag angesagt, schön langsam werden die Unterschiesser knapp. Im Hotel gibt es dafür alles Nötige: Jeweils 2 Zimmer teilen sich eine Waschmaschine und einen Trockner. Kostenlos, auch das Waschpulver dazu. Apropo Hotel: am Aufzug hängt schon ein nettes „Begrüßungsschild“ für die kommenden Shows. Und von meinem Zimmer aus kann ich gegenüber der Bahngleise bereits die Margaret Court Arena sehen, gerade mal 10 Minuten Fußweg sind es dorthin.

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Zwar scheint am zweiten Tag die Sonne, aber es ist trotzdem frisch, um nicht zu sagen kalt. Als ich daheim bei unserer Hitze noch meine Kniestrümpfe und Stiefel eingepackt habe, kam ich mir schon etwas übervorsichtig vor. Jetzt bin ich im Australischen Winter heilfroh darüber, hier unten im Süden braucht man das. Unterhemd, Polo darüber, dann langärmliges Hemd, Pullover, eine Jacke und obendrauf die Mütze, anders geh ich nicht vor die Tür.

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Erste Show 13.8.2018:

Mich hat dieses Melbourne sofort gepackt. Und irgendetwas muß auch mit unserem Bob passiert sein. Von Anfang an ist er mit vollem Elan dabei. Der Sound ist kristallklar, jedes Instrument  ist genau zu orten, und es ist laut, richtig schön knackig laut.

Noch in Adelaide kam Bob kaum hinter seinem Piano hervor, gerademal vor und dann zur Verbeugung nach der Zugabe. Heute allerdings ist er für seine Verhältnisse geradezu hyperaktiv. So gut wie nach jedem Song hampelt er quer über die Bühne, mal zu Stu,zu Tony, zu George, mal macht er auf halben Weg kehrt, dann wieder muss er seine Haare in Ordnung bringen. Charlie Chaplin lässt grüßen.

Dieses neue „Gotta Serve Somebody“ ist unglaublich gut. Treibend, stampfend, Dylan hat dem Song neue Lyrics verpasst, und diese Runderneuerung ist mehr als gelungen. Und das sieht auch der Dylan offensichtlich so. Während er das Piano bearbeitet und deshalb gerade keine Hand frei hat, benutzt er einfach sein rechtes Bein um die Band zu steuern. Ein irres Bild, Bob einbeinig hinterm Klavier, das rechte Bein hoch weg gestreckt. Und am Ende des Songs stürzt er geradezu hinter dem Piano hervor Centerstage, vollführt einen kleinen Luftsprung, lacht übers ganze Gesicht. Eine wirklich grandiose Show!

Zweite Show 14.8.2018

Wieder eine tolle Show. Wie vermutete T. gestern nach der Show „maybe a Melbourne girlfriend, who knows“.

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